Erste Session
2010-07-16 19:54 von Peter Bonsack
Liebe Freunde
Die Vorbereitungen für meine erste Session im Grossen Rat begannen schon am 11. Mai mit einer Informationsveranstaltung für neu gewählte Grossrätinnen und Grossräte im Rathaus Bern. Im altehrwürdigen Gebäude aus dem 15. Jahrhundert wurden die 51 neuen Mitglieder des Grossen Rates empfangen und durch die Grossratspräsidentin Frau Chantal Bornoz-Flück herzlich begrüsst. Sie dankte uns für die Bereitschaft ein öffentliches Amt zu übernehmen und sich für das Wohl des Kantons und seiner Bürgerinnen und Bürger einsetzen und Verantwortung tragen zu wollen. Bei einem gemeinsamen Mittagessen konnten wir auch Kontakte pflegen und einander kennenlernen. Es war ein guter Einstieg in die neue Tätigkeit. Die Erste Session sollte am 1. Juni beginnen. Bald trafen auch die ersten Unterlagen für die Session zu Hause ein, welche alle nach dem Sessionsprogramm einzuordnen waren. Das Programm sieht folgendermassen aus: Konstituierende Session, Wahlen, Grosser Rat, Staatskanzlei, Gesundheits- und Fürsorgedirektion, Erziehungsdirektion, Bau-, Verkehr- und Energiedirektion, Polizei- und Militärdirektion, Volkswirtschaftsdirektion, Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion, Finanzdirektion, Straferlasse, Bestellung von Kommissionen für Beratungen in der Septembersession und Novembersession. Es waren insgesamt 126 Geschäfte, welche erledigt sein wollten. Vor den Sessionen finden immer Fraktionssitzungen statt. Die EDU hat Fraktionsstärke und somit ein Fraktionszimmer im Rathaus zur Verfügung. Alle Geschäfte werden dort vorbesprochen und die Meinung dazu gebildet. Jede Fraktion darf zu jedem Geschäft reden und ihre Meinung kundtun. Wegen der Justizreform gab es insgesamt 14 Wahlgänge für die verschiedenen Richterstellen zu besetzen. Ein insgesamt schwerfälliges Prozedere, aber die Richter sind nun für 6 Jahre gewählt.Das Ratssekretariat war dadurch sehr gefordert, ebenso die Stimmenzählerinnen und Stimmenzähler. Einige Stellenprozente konnten nicht besetzt werden und müssen nun nochmals ausgeschrieben werden. Leider konnten nicht alle Geschäfte behandelt werden, was dazu führte, dass zum Beispiel die Rechnung 2009 entgegen aller Regel erst in der Septembersession behandelt werden kann auch etliche Motionen und Interpellationen. Der neue Ratspräsident Gerhard Fischer (SVP),den wir an einem eindrücklichen Fest in Meiringen feiern durften versprach Besserung. Für mich endete diese erste Session viel zu schnell, obwohl es sehr anstrengend war. Ich freue mich schon auf die Septembersession und wünsche Ihnen allen einen schönen Sommer.
Peter Bonsack, Präsident und Grossrat, Kallnach
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2011-12-05 08:00 von Peter Bonsack